Stand-Up weist neue Wege der Bewegungskultur

Wie kaum ein anderes Unternehmen hat sich Wilkhahn schon seit Jahrzehnten der Bewegungsförderung in Büroarbeitswelten verschrieben. Im Rahmen seines Konzepts des «Dynamic Office» bringt das Unternehmen mit dem Stand-Up ein «Bewegungsobjekt» auf den Markt, das in seiner bestechend einfachen Funktion und klaren Ästhetik nicht nur im Büro überzeugt, sondern auch in Verkaufsräumen oder zuhause viele Freunde finden wird.

Vorbild Stitz

Schon in den frühen 1970er Jahren hatte der Ulmer Designer Nick Roericht für Wilkhahn eine umfangreiche Studie über Haltung und Bewegung im Büro erstellt: „Vom Haltungssitz zum Bewegungssitz“ war die programmatische Forderung, die in der Folgezeit zur Entwicklung dynamischer Bürostühle auf der einen Seite und beweglicher Stehhilfen auf der anderen Seite führte. Dem berühmten „Ulmer Pulmer“ folgte 1991 von Wilkhahn der bis heute produzierte „Stitz 2“, ebenfalls vom Büro ProduktEntwicklung Roericht (PER) konzipiert und gestaltet. Er gilt inzwischen nicht nur als Klassiker und Stilikone, sondern auch als erster Vertreter einer Bewegungsförderung, die als „Steh-Sitz-Dynamik“ den neuen Standard für Bürowelten prägt. Mit dem Stand-Up stellt Wilkhahn dem Stitz 2 jetzt ein ganz einfaches Bewegungsobjekt zur Seite, das die Idee „Dynamic Office“ erfrischend spielerisch interpretiert.

Aufstand der Sitzenbleiber

Bewegung tut gut: dem Organismus, dem Geist, den sozialen Kontakten. Studien belegen: Wer sich häufig und vielfältig bewegt ist wacher, aufmerksamer, kommunikativer und leistungsfähiger als diejenigen Zeitgenossen, die im Wortsinne andauernd „sitzen bleiben“. Mit dem Stand-Up wird ein neuartiges Bewegungsobjekt in die Welt gebracht, das weniger an Arbeit als vielmehr an Spiel und Freizeit erinnert. Denn anders als der höheneinstellbare Stitz ist er nicht dafür gemacht, alternative Haltungsoptionen für die konzentrierte Einzelarbeit zu bieten. Seine Einsatzfelder sind vielmehr Pausen- und Zwischenzonen, informelle Besprechungsecken, Projekt- und Workshopräume oder Eingangs- und Wartebereiche. Neben den Gesundheitsaspekten einer dynamischen Beweglichkeit geht es dem Stand-Up auch darum, den informellen Austausch, die Gruppendynamik und die Kreativität zu fördern. Pate stand die Produkttypologie eines einbeinigen Melkschemels, der sich in jeder Richtung abkippen lässt. Solche Einbeiner, die erst der Nutzer zum stabilen Dreibein macht, fördern die Rundumbeweglichkeit des Gesäßes. Das verbessert die Balancekompetenzen und aktiviert die Muskulatur von Rücken, Bauch, Schulter, Hals und Beinen sowie die Hüft-, Knie- und Knöchelgelenke.

Spielerisch motiviert

Die Anmutung von Stand-Up macht Lust auf den spielerischen Umgang mit dem Ernst des (Arbeits-) Lebens. Der Stand-Up animiert dazu, gewohnte Positionen und Haltungen zu verlassen, um die Hüfte kreisen und die Gedanken fliegen zu lassen. Denn Stand-Up ist wie ein Stehaufmännchen konzipiert, das Gleichgewicht und Sinne schärft! Und das im Wortsinne: Denn leicht angestoßen pendelt er zurück und richtet sich wieder bis zur Grundstellung auf – und das aus bis zu 50° Neigungswinkel aus der Senkrechten. Die permanente Schrägstellung im unbenutzten Zustand hat neben den spielerischen Aspekten der Gestaltung auch eine wichtige Signalfunktion: Sie verdeutlicht, dass es sich um ein dynamisch bewegliches Objekt handelt und nicht um einen stabilen, statischen Hocker. Spielerischer Zugang und dynamische Beweglichkeit werden auch durch die Form unterstrichen: Unten deutlich verjüngt ähnelt sie einer Schultüte, in die ein gepolsterter Sitz wie ein Deckel eingelegt ist. Nicht nur der Korpus, auch die zusätzlich gepolsterte Sitzfläche ist komplett mit dreidimensionalem Gewebe bezogen. Das verleiht Stand-up eine sehr moderne, zeitgemäße Anmutung und ist auch noch akustisch als Schallschlucker wirksam. Die in der Mitte spitz zulaufende „Sohle“ ist aus schwarzem rutschfestem Kunststoff deutlich vom stoffbezogenen, kegelförmigen Korpus abgesetzt. 

Herausforderung Leichtbau

Was so verblüffend einfach aussieht, war in der konstruktiven Umsetzung eine anspruchsvolle Herausforderung. Galt es doch, den Schwerpunkt möglichst dicht über die Standfläche zu legen. Bei den ersten Designstudien steckte unter dem Bezug noch eine massive Stahlhalbkugel mit einem High-Tech-Gestell – eine fast zwölf Kilogramm schwere und aufwendige Konstruktion. Für die Serienproduktion wurde das Engineering deshalb komplett überarbeitet. Der Stand-Up besteht jetzt aus einem EPP-Hohlkörper (expandiertes Polypropylen), aus einem Stahlgewicht, einem Dämpfungszylinder und einer rutschfesten Elastomerkalotte als Sohle. Damit wurden nicht nur die Herstellkosten, sondern auch das Gewicht deutlich reduziert auf nur noch 4,5 Kilogramm. Das eröffnet eine weitere Dimension der Beweglichkeit. Durch einen Gurt mit Trageschlaufe kann der Stand-Up nun auch ganz einfach mitgenommen werden – von Raum zu Raum oder auch mal nach draußen auf die grüne Wiese…

Der Stand-Up ist ab November 2014 lieferbar und serienmässig in den Farben rot, orange, grün, hellblau und schwarz erhältlich. Unverbindliche Verkaufspreisempfehlung: CHF 249.– inklusive Mehrwertsteuer.

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